Netzwerk-Lotsen

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Als Lotsen werden hessenweit Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen pädagogisch geschult. Sie sollen schon bei ersten Anzeichen von Antisemitismus und Extremismus schnelle, passgenaue und zeitnahe Hilfestellungen vermitteln. Ihre anspruchsvolle Aufgabe besteht in einem Dreiklang:

  • Erkennen- und Beraten-Können (am Schulort: Kollegium, Schulleitungen, Eltern) im Fall von Radikalisierung und extremistisch motiviertem Verhalten von Schülerinnen und Schülern,
  • Kenntnis und Vermittlung bestehender Formate und Hilfsangebote der in der Extremismusprävention tätigen hessischen Trägerlandschaft sowie
  • niedrigschwellig-kollegialer Austausch (Best Practice) durch das Knüpfen und Bespielen eines hessenweiten Netzwerks.

Mit der Fortbildung von Netzwerk-Lotsen und dem Knüpfen eines gemeinsamen Netzwerks wird die Grundlage für eine zukunftsorientierte Regionalisierung der Präventionsarbeit der hessischen Schullandschaft geschaffen. Darüber hinaus berücksichtigt das Programm nicht nur schulisch-pädagogische Bedarfe, sondern setzt auch unmittelbar die einschlägigen Handlungsempfehlungen des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus um.

Am 2. März 2020 hat die zweite Fachtagung des Präventionsprojekts Netzwerk-Lotsen in der Humboldtschule in Bad Homburg unter Teilnahme von Hessens Innenminister Peter Beuth und Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz stattgefunden. Bei der Fachtagung wurden Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen zum Thema Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus informiert. Dabei referierten unter anderem Dr. Reiner Becker vom Demokratiezentrum Hessen zum „Umgang mit Rechtsextremismus an Schulen“, Marina Melber von der Point Alpha Akademie zur „Demokratiebildung am außerschulischen Lernort“ und Lina Thillosen vom Violence Prevention Network e. V. zum Thema „Jugendliche zwischen Religion und Extremismus".

Für Rückfragen zum Präventionsprojekt steht das HKE unter der E-Mail-Adresse netzwerk-lotsen@hmdis.hessen.de gern zur Verfügung.

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