„Polizeiliche Alltagserfahrungen – Herausforderungen und Erfordernisse einer lernenden Organisation“

Forschungsbericht zu polizeilichen Alltagserfahrungen veröffentlicht

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) hat den Forschungsbericht 2020 zur Studie „Polizeiliche Alltagserfahrungen – Herausforderungen und Erfordernisse einer lernenden Organisation“ veröffentlicht. Im Zentrum der hessischen Polizeistudie stand die Erhebung individueller Einstellungen und Erfahrungen im polizeilichen Berufsalltag. Durch das Forschungsprojekt sollten neben politischen Einstellungen der Beschäftigten – etwa zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – auch valide Informationen zu Arbeitsumfeld, -zufriedenheit und -bedingungen erhoben werden. Der nun vorliegende Forschungsbericht zur Studie ermöglicht in der Gesamtschau einen fundierten und in vielerlei Hinsicht repräsentativen Einblick in das Stimmungsbild, das Klima und den Wertehorizont zum Erhebungszeitpunkt innerhalb der hessischen Polizei. Damit leistet die Studie auch einen Beitrag zur Frage nach der Resilienz, d.h. konkret die Widerstandsfähigkeit gegenüber antidemokratischen Einstellungen.
Die Analyse wurde in Absprache mit dem Hauptpersonalrat der Hessischen Polizei und einem wissenschaftlichen Beirat, bestehend aus fünf renommierten Expertinnen und Experten, durch das im HMdIS angesiedelte Hessische Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE) durchgeführt. Insgesamt nahmen 4.277 Beschäftigte an der Befragung mittels Fragebogen teil. Ergänzend wurden die Ergebnisse in sechs Fokusgruppengesprächen und vier Einzelinterviews mit ca. 40 Polizistinnen und Polizisten diskutiert.
Für die Zukunft sind eine Folgeerhebung in der Hessischen Polizei sowie eine Längsschnittstudie, d.h. eine mehrjährige wissenschaftliche Begleitung eines Studienjahrgangs von jungen Polizistinnen und Polizisten zur Erforschung individueller und sozialer Wandlungsprozesse, geplant.

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